Rezension der CD ´Soundscapes` vom 16.12.08  im Online-Magazin der neuen musikzeitung:  

www.nmz.de/online/nostalgische-klanglandschaften-der-gitarrist-rainer-stegmann-spielt-brouwer-und-domeniconi

Rezension der CD ´Soundscapes` vom 4.1.09 bei klassik.com:

magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm

 

 

"... Wenn Töne zu Bildern werden könnten, hätten die Kammermusiker des "Castra Regina"-Quartetts und Rainer Stegmann ihren Zuhörern Pablo Picassos "Guernica" in den Saal von Schloß Spindlhof gemalt... "Guernica" heißt das gleichnamige zeitgenössische Werk Maximo Diego Pujols für Gitarre und Streichquartett, das die Bildsequenzen von Picassos monumentaler Anklage an den Krieg einzeln musikalisch umsetzt. Authentischer, bedrückender und eindringlicher ... kann man mit Musik "das Pferd, die Frau, den Krieger, die Mutter mit dem toten Kind und den Widerstand", wie auch die einzelnen Teile des Stückes bezeichnet sind, nicht umsetzten. Fast nüchtern, aber technisch nicht weniger perfekt dagegen die Interpretation von Carlo Domeniconis "Chaconne" für Gitarre solo... Rainer Stegmann kostete es aus und setzte mit der spröden Genialität des Werkes ein Gegengewicht zur grazilen Leichtigkeit des Divertimento in D-Dur von W.A. Mozart, das zuvor die Streicher in den Raum zauberten... Mit den spannenden Ausprägungen der Kammermusik aus fünf Jahrhunderten war das Konzert ... ein weiteres Kleinod in der Veranstaltungsreihe des Bildungshauses der Diözese Regensburg im Schloß Spindlhof." (Andrea Butorac, Mittelbayerische Zeitung vom 3.3.08)

"... Gabriella Hauser (Flöte) und Rainer Stegmann (Gitarre) eröffneten die bunte Vortragsfolge mit einer Sonate von Edison Denissow, welche die beiden Musizierpartner erst einmal eigene Wege gehen ließ, bevor sie sich zum Dialog zusammenfanden und im Finale ihre ganze Virtuosität entfalten durften." (Gerhard Dietel, Mittelbayerische Zeitung vom 19.2.08)

"...Den Schlußpunkt setzten Beatrix Leinhäupl, Ulrich Gieseke (Violinen), Daniela Pletschacher (Viola), Stella Hockemeyer (Violoncello) und Rainer Stegmann (Gitarre) mit Vivaldis Concert D-Dur in der von Siegfried Behrend erstellten Fassung für Gitarre und Streichquartett. Gegenüber der Orchesterversion wirkte der Klang entschlackt. Stegmann spielte seinen Part in einer Mischung aus Poesie und virtuoser Leichtigkeit..." (Ulrich Alberts, Mittelbayerische Zeitung vom 18.12.07)

"Novembernebel: Das Ensemble "Castra Regina" beendete den Abensberger Kulturherbst.
Mit Vivaldi in D-Dur begrüßte das Ensemble "Castra Regina" die Gäste und erntete auch gebührenden Beifall... Gekonnt spannte ... Rainer Stegmann mit seinem Ensemble den Bogern von Mozart über ein altes japanisches Volkslied zum amerikanischen Folk und Country - von weich gleitenden Tönen schnell zum Temperamentvollen und wieder zurück. Das Publikum war begeistert... "Die Musik ist sehr sehr schwierig und passt trotzdem gut zusammen."(ein Zuhörer, Anm.) ... Gespielt wurde Vivaldi, Mozart, Pujol, Domeniconi und Castelnuovo-Tedesco... Ein Ohrenschmaus: das Publikum belohnte mit lang anhaltendem Applaus." (Gabi Kahler, Mittelbayerische Zeitung vom 13.12.07)

"...Neue und eher ungewohnte Klänge erfüllten am vergangenen Sonntag den Lauinger Rathaussaal. Der Regensburger Konzertgitarrist Rainer Stegmann überraschte mit Werken von Joaquin Rodrigo..., Carlo Domeniconi... sowie Leo Brouwer... Auf den Kubaner Brouwer wollte Stegmann eigentlich seinen Schwerpunkt legen, beschäftigt er sich doch seit vielen Jahren mit dem weltberühmten Professor aus Havanna und Ehrenmitglied der UNESCO. Wie Andreas Krug, der Leiter der Streicherakademie Schwabens und Organisator der Rathauskonzerte, in der Pause verriet, mussten die meisten Stücke Brouwers, die Rainer Stegmann neu arrangiert hat, gestrichen werden. Das Büro in Kuba habe die Aufführung kurzfristig untersagt. So widmete sich Stegmann hauptsächlich anderen, nicht weniger interessanten Zeitgenossen. Die "Hommage à Jimi Hendrix op. 52" von Carlo Domeniconi, ein 15-Minuten Stück, interpretierte Stegmann so virtuos und facettenreich, wie es der legendäre Rockmusiker seinerseits auf der elektrischen Gitarre getan hat. Die technische Herausforderung beim zweiten Werk "Koyunbaba" meisterte Stegmann ebenfalls nicht nur mit Bravour. Der auf eine Laute umgestimmten Gitarre entlockte der Musiker neue und bezaubernde Töne, die an die geheimnisumwobene türkische Bucht Koyunbaba (übersetzt Vater der Schafe) erinnern sollten.......Stegmann erklärte dem Publikum, dass er es sich zur Aufgabe gemacht habe, die neue Musik zu verbreiten. Dass zeitgenössische Musik nur etwas für Experten sei, hat Stegmann beim Konzert in Lauingen widerlegt. Und wenn der Zuhörer mehr über die Komponisten erfährt, kann er tiefer eintauchen in die Welt der neuen Klänge. Joaquin Rodrigos Werke beispielsweise greifen die altspanische Tradition auf und lassen die maurische Vergangenheit nachempfinden. Rodigo habe, so wird erzählt, die Seele der Gitarre entdeckt." (Bärbel Schön, Donaukurier, im Mai 2007)

"... Allein suche ich meinen Weg", bezieht sich Prof. Dr. Sigmund Bonk, Direktor des Bildungshauses Schloss Spindlhof, auf den Titel des Solo-Gitarre-Abends. Als Solist begeisterte Rainer Stegmann sein Publikum mit Gitarrenmusik aus Spanien und Lateinamerika....Werke des spanischen Komponisten Joaquin Rodrigo... standen ebenso auf dem Programm wie Stücke des kubanischen Komponisten Leo Brouwer. Rodrigo sei der bekanntere Künstler von beiden, erläutert Gitarrist Stegmann seinen Zuhörern und beginnt wunderbar zu spielen:"Die Seele der Gitarre" zaubert der Gitarrist mit seinem Spiel hervor, ob bei "Tiento antiguo" oder bei der musikalischen Beschreibung des Pilgerweges nach Santiago...spontan geht das zart tönende Spiel der Gitarre dann aber auch wieder in temperamentvollere, lebendigere Teile über. Eine erstaunliche Vielfalt von Artikulationsmöglichkeiten seines Instruments zeigt der Gitarrenvirtuose dem Publikum..."Man entspannt sich, lässt sich mitnehmen in eine fremde Welt", meint eine Besucherin zufrieden. "Das ist Kunst, vom Spielerischen her ein Traum" betont ein anderer Besucher zum Konzert, das sich in seinem zweiten Teil noch steigerte...(Igk, Mittelbayerische Zeitung vom 2.4.2007)

"...Gitarrist Rainer Stegmann konnte als Solist im "Concierto elegiaco" Leo Brouwers seine Neigung zur Musik des in Deutschland wenig bekannten kubanischen Komponisten voll ausspielen: wie frei präludierend und ganz poesievoll in den ruhig nachdenklichen Abschnitten, dafür um so fingerfertiger, wo Brouwers Musik rhythmische Züge annimmt. Bei allem Beifall für den Solisten gebührte aber auch dem (auf Streicher und Schlagwerk reduzierten) Orchester Lob, das die nötige Diskretion walten ließ, um Rainer Stegmanns zart tönendem Instrument genügend Entfaltungsspielraum zu lassen." (Gerhard Dietel, Mittelbayerische Zeitung vom 31.1. 2006)

 

"...Am Beginn stand mit der 1914 entstandenen Suite popular espanola von "le petit espagnol tout noir" - so pflegte Debussy seinen spanischen Komponistenkollegen de Falla zu nennen - ein Werk aus seiner frühen Schaffenszeit. Hier zeigten sich deutlich die Stärken des bestens aufeinander abgestimmten und im sensiblen Miteinander agierenden Duos Beatrix Leinhäupl (Violine) und Rainer Stegmann (Gitarre), welche mit federnder Lockerheit, Tiefgang und Transparenz dieses selten zu hörende Stück zum Erklingen brachten...." (Ulrich Alberts, Mittelbayerische Zeitung vom 24.5.2005)

 

"...Tosis halb graphisch notierte Komposition ("Si is different", Anmerk.) ließ Beatrix Leinhäupl (Violine) und Rainer Stegmann (Gitarre) einen meist erregten Dialog führen, wobei beiden Interpreten extreme Spielweisen abverlangt wurden, die alle Artikulationsmöglichkeiten ihrer Instrumente ausschöpften..." (Gerhard Dietel, Mittelbayerische Zeitung vom 1.2.2005)

 

"...Sein gut besuchtes Gitarrenkonzert eröffnete der in Regensburg lebende Gitarrist Rainer Stegmann mit der "Sonate in D op. 61" von Joaquin Turina (1882-1949). Turina war Schüler von Vincent d´Indy an der "Schola Cantorum" in Paris. Er war mit Debussy, de Falla und Albéniz eng befreundet. Seine Gitarrenwerke sind dem großen spanischen Gitarristen Andres Segovia gewidmet.

Die Sonate zeigt deutlich die Vermischung zweier unterschiedlicher Klangstrukturen. Zum Einen hört man Debussys Klangstrukturen, zum Anderen folkloristiche Elemente und Anschlagstechniken der Flamencomusik. In Rainer Stegmanns Interpretation wurde dieses Kolorit recht deutlich herausgearbeitet. Der in Berlin lebende italienische Gitarrist und Komponist Carlo Domeniconi (geb. 1947) war mit zwei Konzertstücken vertreten, einer Hommage à Jimi Hendrix (1991) und Koyunbaba (1985), einer Suite für Gitarre, benannt nach einer kleinen Bucht im Südwesten der Türkei. Koyun (Schaf) und Baba (Vater) läßt die Assoziation an einen Schäfer aufkommen, an die Naturkraft und Schönheit. Genauso hingebungsvoll und feinfühlig bis virtuos, kraftvoll spielte der Solist dieses Kultstück der Gitarrenliteratur. Die Sonatina meridional des Mexikaners Manuel Ponce (1882-1948) verarbeitet Elemente der mexikanischen Folklore. In "Campo" (Feld) zauberte die Gitarre Eindrücke einer Landschaft. "Copla", ein altes Volkslied im wiegenden 6/8-Takt folgte, und danach beschwörte der Gitarrist mit Rasgueadofiguren und Synkopen die Fiesta herauf. Das Spiel von Rainer Stegmann auf seinem Instrument des Passauer Gitarrenbauers M.Dammann war geprägt von Feinfühligkeit, Klangfülle und aufblitzender Virtuosität. Ein erfreuliches Konzert." (Thomas Bauser, SRZ)

 

"...Feinfühlig und technisch brilliant verband Rainer Stegmann die Stilelemente von Barockmusik und Jazz miteinander und erleichterte damit .... (den) Zugang zur Moderne." (Offenbach-Post)

 

"...Charaktere entfalteten sich geschmeidig und souverän..." (Frankfurter Rundschau)

 

 

 

   
 
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